Betriebliche Gesundheitsvorsorge fördern


Betriebliche Gesundheitsvorsorge fördern… für eine lebenswerte Arbeitswelt!

Prävention und Gesundheitsförderung stehen im Mittelpunkt unserer gesundheits­politischen Anstrengungen als ÖAAB-FCG Fraktion der steirischen Arbeiterkammer. Unser langfristig ausgerichtetes Motto lautet „Gesund und fit in die Pension“, unser Auftrag heute ist der Einsatz für ein gesundes Arbeitsleben!

Wir setzen uns für Bedingungen ein, die ein gutes Umfeld für Menschen in allen Lebens- und beruflichen Schaffensphasen möglich machen.

Auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer selbst sind gefordert, aus eigenem Interesse auf ihre Gesundheit zu achten. Die Wirtschaft hat sie dabei bestmöglich zu unterstützen, denn sie profitiert am meisten von gesunden und damit produktiveren, leistungsfähigeren und leistungsfreudigeren Mitarbeitern.

Unser Programm in Sachen Gesundheit am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung einer lebenswerten Arbeitswelt.

 

Einführung verpflichtender Gesundheitsförderung in Betrieben

Arbeitgeber haben die Verpflichtung, gesundheitsfördernde Maß nahmen in ihrem Betrieb zu setzen. Das sollte auchTeil der Unternehmensstrategie werden. Experten sollten die Unternehmen dabei kostenlos beraten.

 

Generelle Gesundheitsförderung in Betrieben durch die AUVA

Die Allgemeine Unfallversicherungs­ anstalt (AUVA) sollte zu einem Kompetenzzentrum zur Vorbeugung arbeitsbedingter Erkrankungenaus­ gebaut werden und allen Betrieben ihr Knowhow bzw. ihre Experten zur Verfügung stellen. Die Kosten sollten über einen Präventionsfonds der AUVA abgewickelt werden.

 

Verankerung betrieblicher Gesundheitsförderung im Arbeitnehmerschutzgesetz Nur was im Gesetz steht, hat auch Gültigkeit!

 

Betriebliches Eingliederungsmanagement nach langen Krankenständen

Für Betroffene ist es schwierig, nach langem Krankenstand wieder in den Beruf einzusteigen. Problematisch dabei ist, dass es derzeit nur ein „entweder – oder“ gibt: entweder Krankenstand oder Arbeitsfähigkeit, Krankheit oder volle Belastung.

Nach schweren Krankheiten oder Unfällen sollen die Betroffenen lang­sam und ihren Bedürfnissen ent­ sprechend wieder im Beruf Fuß fassen können. Es sollten Möglichkeiten geschaffen werden, innerhalb des Krankenstands Arbeitsversuche zu machen und dann stufenweise wieder in den Arbeitsablauf eingegliedert zu werden. Voraussetzung ist — neben einer ärztlichen Bewilligung — die Frei­willigkeit, sowohl seitens der Arbeit­geber­ als auch der Arbeitnehmerseite. Auch ein Ausstieg muss beiderseits jederzeit möglich sein.

 

Schaffung von Anreizen zur regelmäßigen Vorsorgeuntersuchung/Gesundheitsförderung

Betriebe sollten Gesundenuntersuchungen am Arbeitsplatz ermöglichen, dabei sollten ihnen keine Zusatzkosten entstehen. Ein Vorteil wäre, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sich für den Arztbesuch nicht extra frei nehmen müssen, son­dern diesen ohne zusätzliche Wegzeiten mit der Arbeit verbinden können. Vor­sorgeuntersuchungen wären so flächen­deckend möglich.

 

Behandlung psychischer Symptome und Erkrankungen auf Krankenschein

Durch zunehmenden Leistungs­druck steigen auch die Burnout ­Fälle in unserer Gesellschaft rasant an. Die Betriebe müssen daher auch der psychischen Gesundheit vermehrt Aufmerksamkeit schenken und die Prävention von Erschöpfungssyndromen als Unternehmensziel sehen. Leider holen sich viele potentiell Gefährdete auch deshalb keine professionelle Hilfe, weil diese Behandlungen großteils selbst zu finanzieren sind!

Daher sollte künftig die Behandlung psychisch bedingter gesundheitlicher Beeinträchtigungen auf Krankenschein ermöglicht werden.

Auch die Beratung von gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sollte in Zukunft auf Kranken­schein möglich sein!

Stärkere betriebliche Gesundheitsförderung für ältere Mitarbeiter und die betriebsinterne Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze

 

Permanente Verbesserung des Arbeitnehmerschutzes

Z.B. Im Bereich Kleidung und Aus­rüstung für Mitarbeiter gibt es ständig technische Fortschritte, die den Arbeits­alltag erleichtern und sicher machen

— wir fordern Standards auf der Höhe der Zeit!

 

Vermehrte Ausbildung von Fachärzten und Verbesserung der medizinischen Versorgung

Vor allem für das Problem der langen Wartezeiten bei Fachärzten in ländlichen Regionen sind Lösungen gefordert!

 

Höhere Kostenersätze bei Heilbehelfen für Kinder

Eltern sollten für Heilbehelfe wie ortho­pädischen Einlagen, Brillen, etc. für ihre Kinder höhere Kostenersätze von den zuständigen Krankenkassen refundiert erhalten. Es gilt: Familien entlasten, wo es nur geht!

 

Absicherung der Pflege durch Einführung einer bundesweiten Pflegeversicherung

 

Förderung und Legalisierung selbständiger Pflegekräfte

 

Erleichterung der Pflege zu Hause und Anrechnung der Pflege an die Pension

vor allem dann, wenn für die Pflege naher Angehöriger die Berufstätigkeit unterbrochen wird

 

Rechtzeitige Prüfung der gesundheitlichen Eignung bei der Ausbildung zu Pflegeberufen

Um zu verhindern, dass Personen erst nach Absolvierung ihrer Pflege­ ausbildung erfahren, dass sie für diesen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht geeignet sind, sollte es verpflichtende Eignungstests bereits vor Beginn einer Ausbildung geben.