Klares Nein zur Citymaut – Griff in die Geldbörsen der Pendler höchst unsozial


Als „völlig unausgegorenen Vorschlag einer längst ablösereifen Politikerin“ kritisierte heute, Dienstag, der Obmann der Pendlerinitiative und AK-Vizepräsident Franz Gosch den jüngsten Vorschlag der Citymaut-Idee von Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Gosch rechnet vor, dass allein für die Bundeshauptstadt diese unausgegorene Maßnahme eine schikanöse Abzocke von über 350.000 Pendlern aus den Bundes-ländern bedeuten würde. Es gebe viel bessere Konzepte als die Implementierung einer City-Maut. In diesem Zusammenhang gelte es vielmehr, „unsere gesamte Mobilität gerade im Hinblick auf den überbordenden Schwer- und Lastenverkehr neu zu überdenken“.

Unterstützung kommt vom Sprecher der Pendleriniative Wien, KR Leopold Wagner: „ „Im Sinne der tausenden Wien-Pendler sowie auch der betroffenen Bevölkerung, lehne ich diese Forderung mit überzeugenden Argumenten strikt ab.“

Die Einführung der City-Maut würde vor allem die Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer belasten, sowie natürlich jene Pendlerinnen und Pendler, die ihren Arbeits-platz in den urbanen Zentren haben und auf die Benutzung ihres KFZ angewiesen sind. Durch steigende Treibstoffpreise sowie steuerliche Erhöhungen seien diese ohnehin schon enormen finanziellen Belastungen ausgesetzt.

Gosch: „Der Griff in die Geldbörsen der Pendler ist völlig inakzeptabel. Wer weitere Wege zur Arbeit hat, hätte mit erheblichen Nettoeinkommensverlusten zu rechnen!

Zudem sei es widersinnig, stark wachsende Regionen auch noch durch eine Maut zu besteuern. Außerdem wirke ein solcher Strafzoll sozial explosiv. Eine Maut bedeute sicher auch weniger Kunden für bestimmte Geschäfte und Dienstleistungsbetriebe, wodurch auch die Wiener Wirtschaft Schaden erleiden würde. Und es käme zu kuriosen Stau- und Parkplatzsituationen an den Grenzen der Mautzone.

Gosch und Wagner abschließend: „Der Vorschlag von Vassilakou ist unsozial und ein nicht durchdachter populistischer Schnellschuss. Sie sollte sich sozial treffsicherere Maßnahmen zur Verkehrsentlastung überlegen.“