ÖAAB-Erfolg: Freiwilligkeitsgarantie im Gesetz – Kein Muss, sondern ein Kann!


 

„Flexibilität darf keine Einbahnstraße sein“ unter diesem Motto arbeitet der ÖAAB seit jeher. Der ÖAAB steht für eine Politik, die einen Ausgleich zwischen sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit für die arbeitenden Menschen findet. Getreu diesem Ideal hat der ÖAAB einen weiteren Erfolg zu verzeichnen:

Seit mehreren Wochen wird das Thema „Arbeitsflexibilisierung“ heiß diskutiert, zahlreiche Mythen und Märchen werden hierbei bewusst zur Verunsicherung der Menschen gebraucht. Der ÖAAB hat sich dafür eingesetzt, dass den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Sorgen genommen werden, und stellt klar:

  • Wir bleiben grundsätzlich beim 8-Stunden-Tag, jedoch muss es möglich sein, punktuell und für eine gewisse Zeit flexibel auf einen erhöhten Arbeitsbedarf eingehen zu können.
  • Die wöchentliche Normalarbeitszeit von 40 Stunden bleibt ebenso erhalten!
  • Jede geleistete Überstunde muss bezahlt, oder in Zeitausgleich abgeglichen werden.
  • Die Arbeitnehmerin bzw. der Arbeitnehmer kann selbst entscheiden, ob sie/er die Mehrarbeit lieber in Geld oder in Freizeit abgegolten haben möchte.
  • In bestehende Kollektivverträge und Betriebsvereinbarungen wird nicht eingegriffen.
  • Wesentlich sind für den ÖAAB immer die Freiheit des Einzelnen und auch die Freiwilligkeit. Auch im Falle der Arbeitszeitflexibilisierung steht die Freiwilligkeit im Mittelpunkt.
  • Niemand wird zu Mehrarbeit gezwungen!
  • Hier gibt es eine Klarstellung im Gesetzestext, die es der Arbeitnehmerin bzw. dem Arbeitnehmer freistellt, Mehrarbeit zu leisten.
  • Dabei wird die Freiwilligkeit für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Gesetz garantiert. Das heißt: Jede Arbeitnehmerin bzw. jeder Arbeitnehmer kann also ein Arbeiten über den 8-Stunden-Tag hinaus ablehnen. Und zwar ohne Angabe von Gründen. Das Ablehnungsrecht ist also festgeschrieben.
  • Niemand kann gekündigt werden, nur weil sie/er Überstunden ablehnt, ganz im Gegenteil: Die Arbeitnehmerschutzrechte werden mit dem neuen Gesetz sogar ausgebaut. Hat die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer einen begründeten Verdacht, dass sie/er durch das Ablehnen von Mehrarbeit im Betrieb schlechter gestellt wird, so kann sie/er sich jederzeit an das Arbeits- und Sozialgericht wenden.
  • Arbeitszeitflexibilität entspricht dem Wunsch vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach mehr Freizeit, besonders die 4-Tage-Woche wird mit dem neuen Gesetz weiterentwickelt.
  • In vielen Kollektivverträgen ist der 12-Stunden-Tag bereits jetzt festgeschrieben! (Beamte, Flughafen, Seilbahnen, Schiffsverkehr, ÖBB, Universitäten und im Gesundheits- und Pflegebereich)
  • Ein interessantes Detail am Rande: Die Arbeitszeitflexibilisierung basiert auf einer Einigung der Sozialpartner aus dem Jahr 2017.

„Wer freiwillig mehr arbeiten möchte, wird das in Zukunft können, und somit entweder mehr Freizeit oder mehr Geld bekommen. Das neue Arbeitszeitgesetz bietet vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern die Chance, den Wunsch nach mehr Freizeit oder mehr Geld Realität werden zu lassen. Auch die 4-Tage-Woche ist weiterentwickelt worden. Die Neuregelung bringt Chancen, die es zu entdecken gilt“, so ÖAAB-Bundesobmann KO Abg.z.NR August Wöginger und ÖAAB-Generalsekretär Abg.z.NR Christoph Zarits.