99,3 Prozent: Christopher Drexler eindrucksvoll als Landesobmann bestätigt!


Beim 23. Ordentlichen Landestag des Steirischen Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbundes (ÖAAB) wurde Landesobmann Landesrat Christopher Drexler eindrucksvoll im Amt bestätigt. Die rund 280 Delegierten schenkten ihm mit 99,3 Prozent für weitere fünf Jahre das Vertrauen an der Spitze der steirischen VP-Arbeitnehmerbewegung. Damit hat Christopher Drexler bei seiner vierten Wahl zum Landesobmann des Steirischen ÖAAB sein bislang bestes Ergebnis erhalten. Unter dem Generalthema „Arbeit 4.0 – Innovation, Tradition, Steirisch“ beleuchtete man beim Landestag die rasanten Veränderungen und Entwicklungen, die am Arbeitsmarkt Platz greifen.

Digitalisierung als Chance begreifen

Wie Landesobmann Christopher Drexler in seiner Rede betonte, will der Steirische ÖAAB diesen Veränderungen offen und positiv begegnen: „Anstatt sich in Ängsten und Befürchtungen zu verlieren und diese noch weiter zu befeuern, wie es manche gerne tun, wird der Steirische ÖAAB auch in Zukunft die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Mittelpunkt stellen. Ich glaube an die Chancen der Digitalisierung.  In der Steiermark gab es im Jahr 1947 281.000 unselbständig Beschäftigte, 1970 330.000, 2000 477.000 und im August 2018 rund 520.000. Wenn ich mir diese Zahlen anschaue, dann muss ich sagen, Fortschritt, Forschung und Entwicklung, Produktivitätssteigerungen haben immer zu mehr Arbeitsplätzen und Wachstum geführt. Deshalb müssen wir die Digitalisierung als Chance begreifen, um die Steiermark als digitale Musterregion Europas aufzustellen. Es ist auch die Aufgabe des ÖAAB, Ängste zu nehmen und mit jenen in Dialog zu treten, die Befürchtungen haben, in der Arbeitswelt künftig keinen Platz mehr zu haben. Wir dürfen auf diesem Weg niemanden zurücklassen. Denn die Zukunft der Arbeit – die Arbeit 4.0 – braucht Innovation genauso wie das Bewahren wichtiger Tradition. Das ist steirisch und das ist der Weg des Steirischen ÖAAB.“

Pflege an die Spitze der politischen Agenda stellen

„Bei der Pflege handelt es sich um DIE soziale Frage des 21. Jahrhunderts“, sprach Landesobmann Christopher Drexler einen großen und herausfordernden Themenbereich an. Nachdem er bereits seit längerer Zeit auf eine nachhaltige Lösung der Pflegefinanzierung drängt, hat nun die Bundesregierung eingelenkt. Bundeskanzler Sebastian Kurz hat unlängst in einer Rede angekündigt, bis Jahresende Lösungsvorschläge präsentieren zu wollen. Diese Ankündigung begrüßte der für die Pflege in der Steiermark zuständige Landesrat und forderte eine konsequente Umsetzung ein: „Wenn man sich die Zahlen anschaut, die von Bundesseite vorliegen, wird jedem klar, dass wir eine einnahmenseitige Maßnahme zur Pflegefinanzierung brauchen werden. Noch im Jahr 2013 wurde uns vorgerechnet, dass die Kosten für die Pflege im Jahr 2020 bei insgesamt fünf Milliarden Euro liegen werden. Die neuesten Zahlen zeigen aber, dass wir schon heuer – im Jahr 2018 – sage und schreibe 7,4 Milliarden Euro für die Pflege ausgeben!“ Die überhastete Abschaffung des Pflegeregresses hat die Situation zusätzlich verschärft. „Ich will aber auch verhindern, dass das Thema Pflege immer nur mit der Frage der Finanzierung in Verbindung gebracht wird. Das viel größere an diesem Thema ist nämlich unsere Verantwortung, die hohe Qualität und Menschlichkeit für jene Menschen auch in Zukunft sicherzustellen, die pflegebedürftig geworden sind. Deshalb gilt mein uneingeschränkter Dank all jenen, die in unserem Land 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche und 24 Stunden jeden Tag Dienst am Menschen leisten!“, hob Drexler in seiner Rede hervor.

Effizientere und schlankere Sozialversicherungs-Strukturen

Für die Reformpläne der Bundesregierung zur Sozialversicherung – im ÖAAB ein kontroversiell diskutiertes Thema – brachte Landesobmann Drexler wiederum seine volle Unterstützung zum Ausdruck: „Ich sehe der Reform der Sozialversicherung mit sehr viel Optimismus entgegen.  Es wird von einigen Seiten versucht, aus einer Organisationsreform, bei der die Strukturen in der Sozialversicherung effizienter und schlanker werden, etwas zu konstruieren, das die Patienten betrifft. Die Patientinnen und Patienten interessiert, wie lang sie beim Arzt warten, wie schnell sie einen Operationstermin bekommen und ob es ausreichend Ärzte und Pflegepersonal gibt. Ich habe noch niemanden getroffen, den interessiert, wie viele Funktionäre und Posten es in der Selbstverwaltung gibt!“

LH Schützenhöfer: „Arbeit ist das zentrale Thema!“

Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wies in seiner Rede auf den Stellenwert der Arbeit hin: „Arbeit ist das zentrale Thema! Wir müssen alles daran setzen, dass es Arbeit für die Steiermark gibt. Als starker Partner der Arbeitnehmer ist der ÖAAB auch eine tragende Säule unserer Volkspartei.“ Schützenhöfer, der selbst 15 Jahre lang an der Spitze des Arbeitnehmerbundes stand, gratulierte dem alten und neuen Obmann Landesrat Christopher Drexler zur Wiederwahl und wünscht ihm und seinem Team weiterhin viel Erfolg.

Der Steirische ÖAAB ist die gestaltende Kraft

In seinen Schlussworten zeigte sich der wiedergewählte Landesobmann dankbar für das große Vertrauen der Delegierten und betonte: „Ich danke meinem Team im Landesvorstand sowie dem Team im Landesbüro rund um Landesgeschäftsführer Günther Ruprecht für die stets hervorragende Arbeit. Danke allen Delegierten für das große Vertrauen. Der Steirische ÖAAB ist die gestaltende Kraft in der Landespolitik. Ich bin froh, die Chance zu haben, gemeinsam mit meinem Team weitere fünf Jahre für diesen Steirischen ÖAAB und damit für die Steiermark zu arbeiten. Wir wollen verhindern, dass es zu einer Steiermark zweier Entwicklungsgeschwindigkeiten kommt. Hier der ländliche und dort der urbane Raum. Es ist unsere Aufgabe, gemeinsam an einem steirischen Traum zu arbeiten – wir wollen die ‚Benchmark‘ unter den österreichischen Bundesländern sein. Wir wollen in der Meisterklasse spielen. Wir wollen vorne sein und wir wollen Vorbild sein. Das Beste wird noch kommen – arbeiten wir gemeinsam daran!“

Unter den Ehrengästen des ÖAAB-Landestags waren neben VP-Landesparteiobmann Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der Obmann des ÖAAB Niederösterreich Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundesministerin Juliane Bogner-Strauß, ÖAAB-Bundesobmann Klubobmann August Wöginger sowie die Zweite Landtagspräsidentin Manuela Khom.