Wirbel um AK-Wahl an Grazer Klinik


Aufregung bei AK-Wahl an Grazer Klinik: Stimmenabgabe war vor dem eigentlichen Beginn schon gelaufen. Die Urne wurde im Sackerl durchs Haus getragen. FCG moniert, man sei ausgetrickst worden.

Urne durch Klinik getragen © fcg

Vor einer Woche fielder Startschuss für die Arbeiterkammerwahlin der Steiermark, das Finale ist am 10. April. Wenn sich der Trend aus Kärnten, Oberösterreich (Rekordergebnisseder Roten) oder Wien (Sozialdemokratischen hielten die Absolute) fortsetzt, kann Josef Pesserl(FSG) ruhig schlafen. Es sei denn, es passiert etwa Unvorhergesehenes – wie es laut den Christgewerkschaftern (Franz Gosch, Günther Ruprecht/ ÖAAB-FCG) an der Grazer Albert-Schweitzer-Klinik passiert sei.

So berichtet ein Mitglied der Wahlkommission (FCG), dass seine Dienste zum offiziellen Wahlbeginn eines Sprengels nicht mehr gefragt gewesen wären: Ihm sei vom Vorsitzenden erklärt worden, die Wahl sei (vor Wahlbeginn, Anm.) schon beendetund die Urne versiegelt.

Am selben Abend dann ein ähnlicher Vorfall auf einer Station: „Die FSG-dominierte Wahlkommission begann die Wahl früher als ausgeschrieben – ohne unseren Vertreter.“ DieUrnewäre schlicht „im Einkaufssackerl“ durchs Haus getragen worden. „So gingen sie von Zimmer zu Zimmer, als Kabinediente ein dreiseitiger Karton“, skizzierte das Mitglied der Wahlkommission.

Wir sammeln jetzt alle gemeldeten Vorfälle und behalten uns weitere Schritte vor.

FRANZ GOSCH

Dieses „wurde in zwei Fällen ausgetrickstund konnte an der Wahlhandlung nicht ordnungsgemäß teilnehmen“, klagt Ruprecht, (ÖAAB-FCG in der AK) Steiermark).

OrganisationsleiterMichael Russging dem nach und meinte, es sei letztlich niemandem das Wahlrecht genommen worden.
Auch Gosch betont, die Vorfälle sollen „die Wähler nicht abhalten, sich an der Wahl zu beteiligen“. Er appellierte auch an die Briefwähler, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Bericht Kleine Zeitung vom 04. April 2019
Von Thomas Rossacher