Verlässlich flammt die Debatte rund um eine Kürzung der Sommerferien in Österreich alle paar Jahre neu auf. Die Forderung nach einer bloßen Streichung von Ferienzeit sehen Lehrerbund und ÖAAB dabei aber lediglich als billige Überschrift, die nicht mehr als eine Scheinlösung darstellt und auch die Herausforderungen in der Kinderbetreuung nicht lösen kann.
Lehrerbund-Obmann Direktor Bernhard Braunstein und Lehrerbund-Obfrau Nationalratsabgeordnete Agnes Totter: „Die Aufgabe der Betreuung soll also auf die Schulen abgewälzt werden. Dabei taugt die Forderung nach einer Ferienkürzung im Sommer vielleicht als provokante Headline, ist aber einfach nicht durchgedacht. Die Fragezeichen werden dadurch mehr statt weniger: Gibt es etwa eine gleichzeitige Lehrpflichterhöhung? Wer finanziert diese in Zeiten maroder Budgets? Nicht vergessen werden darf der Mangel an Pädagoginnen und Pädagogen. Es wäre wünschenswert und sinnvoll, vor einer solchen Forderung alle Stakeholder einzubinden!“
ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht: „Um die Kinderbetreuung, insbesondere die Betreuung von Kleinkindern zu verbessern, müssen auch unsere Städte zuerst die eigenen Hausaufgaben erledigen bevor sie dem restlichen Land Förderunterricht in Bildungspolitik erteilen! Die Debatte lenkt leider von großartigen Angeboten, wie der ,Sommerschule‘ zur gezielten Förderung von Schülerinnen und Schülern, ab, die unsere Bildungseinrichtungen in den Ferien schon jetzt anbieten!“
