„Stoppsignale der Polizei ernst nehmen“: Steirischer ÖAAB gegen geplantes Dienstzeitmodell

ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht übt deutliche Kritik an den Plänen des Innenministeriums zur grundlegenden Umgestaltung des Polizei-Dienstzeitmodells und stellt sich gemeinsam mit Polizeigewerkschaftsvorsitzenden Richard Roßmann (FCG-KdEÖ) klar auf die Seite der Polizistinnen und Polizisten!

„Viele Kolleginnen und Kollegen sehen die aktuellen Vorschläge mit großer Sorge – und das aus guten Gründen. Die Rückmeldungen sind für uns ein klarer Auftrag, hier genau hinzuschauen und gegenzusteuern“, stellen Ruprecht und Roßmann klar.
Die geplanten Änderungen würden zentrale Fragen der Planbarkeit und finanziellen Sicherheit betreffen und sind in der präsentierten Form nicht überzeugend.

Der Steirische ÖAAB stellt sich damit deutlich auf die Seite der Bediensteten: „Wenn Kolleginnen und Kollegen Stopp sagen, dann ist das für uns ein klares Signal. Wir schauen nicht weg, sondern ganz genau hin – und wir sagen auch offen, wenn ein Modell in dieser Form nicht tragfähig ist.“

Gleichzeitig betonen Ruprecht und Roßmann die Notwendigkeit eines konstruktiven Zugangs: Es gehe nicht um pauschale Ablehnung von Reformen, sondern um die Qualität der Lösungen. „Für uns ist klar: Gute und nachhaltige Modelle entstehen nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern im Dialog und mit dem Blick auf die tägliche Arbeitsrealität im Polizeidienst.“

Der Steirische ÖAAB fordert daher eine Überarbeitung der aktuellen Pläne unter Einbindung der Personalvertretung und der Betroffenen. Ziel müsse ein Dienstzeitmodell sein, das sowohl den Anforderungen eines modernen Polizeidienstes gerecht wird als auch die Interessen der Dienstnehmerinnen und Dienstnehmer wahrt.

„Verlässlichkeit ist keine Einbahnstraße. Wir werden den weiteren Prozess kritisch begleiten und uns mit Nachdruck dafür einsetzen, dass am Ende faire, praxistaugliche und tragfähige Lösungen im Sinne der Polizistinnen und Polizisten stehen“, so Ruprecht und Roßmann abschließend.