ÖAAB-Ruprecht empört: „Unbezahlter Krankenstand ist ungerecht!“

ÖAAB-Landesobmann tritt Forderung nach unbezahltem Karenztag bei Krankenständen entschieden entgegen

Auf die Forderung eines WK-Spartenobmanns nach einem unbezahlten Karenztag bei Krankenständen reagiert ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht empört.

„Sozialstaatliche Regelungen dürfen nicht ausgerechnet denen, die leistungsbereit sind, Nachteile bringen. Arbeit darf nicht unattraktiver werden“, so Ruprecht.

Hinter der unsozialen Forderung sieht er auch ausgedrücktes Misstrauen und Vorverurteilungen gegenüber den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, dass Krankheiten nur vorgetäuscht würden. „Man kann den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch nicht die Schuld an einer Erkrankung geben“, so Ruprecht. Die heute präsentierte Idee sei sogar kontraproduktiv, betont er: „Wenn die Menschen krank zur Arbeit ,gezwungen‘ werden, besteht die Gefahr der Ansteckung weiterer Kolleginnen und Kollegen und eines längeren Ausfalls aufgrund übergangener Krankheit.“