Unter 14-Jährige sollen Social-Media-Plattformen wie Tik Tok, Instagram und Co. in Österreich nicht mehr nutzen dürfen.
Zum Schutz der jungen Menschen fordern das die steirischen Lehrerbund-Obleute Bernhard Braunstein und NRAbg. Agnes Totter sowie ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht.
„Es muss gewährleistet sein, dass der Umgang mit solchen Plattformen Kindern nicht schadet. Das ist derzeit aber nicht der Fall. Von einem ,gesunden‘ Umgang kann nur in den allerwenigsten Fällen die Rede sein“, begründen sie die Forderung.
„Schutzmaßnahmen wie Altersfreigaben und andere Reglementierungsmaßnahmen versagen viel zu oft. Leider nehmen viele Eltern ihre Verantwortung in diesem Bereich nicht wahr und ermöglichen ihren Kindern unreflektiert den Zugang zu sozialen Medien, und das bereits in jungen Jahren“, merkt Ruprecht an.
Braunstein, der auch Direktor an der Mittelschule Gleisdorf ist, verweist auf vermehrt vorkommende Zwischenfälle an steirischen Schulen: „Verrückte Challenges, die etwa auf Tik Tok ihren Ursprung haben und in den Schulen oft zu großen Problemstellungen führen, werden häufiger – und auch immer grenzwertiger!“ Die dringend erforderliche Aufklärung über den richtigen Umgang mit diesen Medien sieht er nicht als zusätzliche Hausaufgabe der Bildungseinrichtungen: „Schulen haben in erster Linie einen Bildungsauftrag. Es kann nicht die komplette Verantwortung für die Erziehung betreffend digitaler Medien auf die Schulen abgewälzt werden. Viele Eltern sind sich einfach nicht bewusst, dass sie die gesetzlichen Geschäftspartner für die Handyverträge ihrer Kinder sind und für alle Aktivitäten im Netz auch die volle Verantwortung haben.“
Wirklichen Schutz der Unmündigen vor ungewollten Auswirkungen des Social-Media-Konsums kann aus Sicht von Braunstein, Totter und Ruprecht nur ein striktes Verbot in dieser Altersgruppe bieten. Österreich solle dem Vorreiter Australien, das mit einem solchen Verbot vorgeprescht ist, folgen.
