Der Steirische ÖAAB unterstützt die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie und stellt sich damit innerhalb der Volkspartei klar an die Seite des Bauernbundes. Im Mittelpunkt steht dabei der Konsumentenschutz: Wer im Gasthaus ein Schnitzel bestellt, soll auf einen Blick erkennen können, woher die verwendeten Lebensmittel stammen.
Die Diskussion über eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln in der Gastronomie hat zuletzt wieder an Fahrt aufgenommen. Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig äußerte sich gestern auch in der ORF-Pressestunde zum Thema und wies auf die breite Unterstützung einer solchen Maßnahme in der Bevölkerung hin. Er warb auch für die Initiative „Gut zu wissen“ mit der bereits überaus positive Erfahrungen im Bereich der Lebensmittelkennzeichnung gemacht worden seien.
„Transparenz ist gelebter Konsumentenschutz. Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Nur so können sie sich bewusst für hochwertige, heimische Produkte entscheiden. Gleichzeitig sorgt eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung für faire Wettbewerbsbedingungen: Wer hohe Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards einhält, darf nicht gegenüber Importware mit niedrigeren Standards benachteiligt werden. Das stärkt die heimische Landwirtschaft, sichert Arbeitsplätze in Österreich und schafft Vertrauen“, betont ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht.
Auch Landarbeiterkammerpräsident und ÖAAB-Landesobmann-Stellvertreter Eduard Zentner unterstreicht die Bedeutung einer raschen Umsetzung: „Unsere Bäuerinnen und Bauern sowie alle Beschäftigten in der Landwirtschaft stehen für Qualität, Regionalität und Verantwortung. Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung stärkt die heimische Produktion, schafft Vertrauen und gibt Konsumentinnen und Konsumenten echte Wahlfreiheit. Dass eine Herkunftskennzeichnung für die heimische Gastronomie kein zusätzlicher Aufwand sondern eine Werbeaktion mit einer Riesenchance sein kann, beweisen tagtäglich die heimischen Buschenschänken, die mit deren regionalen Produkten nahezu jeden Tag ausgebucht sind.“
Der ÖAAB sieht in einer verpflichtenden Kennzeichnung generell keinen Nachteil für Gastronomie und Tourismus – im Gegenteil. Betriebe, die bewusst auf regionale Rohstoffe setzen, können ihre Qualität transparent sichtbar machen und sich klar von Billigimporten abheben. Wer offenlegt, dass mit heimischen Produkten gekocht wird, übernimmt Verantwortung und macht den Gästen den Wert und die Preisgestaltung hochwertiger Lebensmittel nachvollziehbar.
Der Steirische ÖAAB fordert die Bundesregierung daher auf, rasch ein praktikables und unbürokratisches Modell für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie gesetzlich zu verankern. Eine transparente Kennzeichnung stärkt Konsumentenschutz, Regionalität und den Wirtschaftsstandort Österreich gleichermaßen. Auch die ÖAAB-FCG-Fraktion in der Arbeiterkammer Steiermark hat dazu bereits einen entsprechenden Antrag eingebracht.