Aktuell beschäftigen sich wieder viele Medienberichte und treffende Leitartikel mit der Ticketproblematik bei der Koralmbahn. ÖAAB-Landesobmann Bundesrat Günther Ruprecht und Zweiter Landtagspräsident Werner Amon, der auch VP-Bezirksparteiobmann in Deutschlandsberg ist, fordern eine rasche und faire Lösung für Pendlerinnen und Pendler.
„Es kann nicht sein, dass ein günstiges Ticket für die gesamte Strecke an völlig praxisfremden Regelungen einerseits und an Millionenforderungen an die Bundesländer andererseits scheitert“, so Ruprecht.
Besonders kritisch sieht Ruprecht, dass die ÖBB trotz Milliarden an öffentlichen Geldern auftreten, als wäre die Koralmbahn ein reines unternehmenseigenes Projekt: „Die Koralmbahn wurde mit enormem Einsatz von Steuermitteln errichtet. Daraus ergibt sich für mich auch die Verpflichtung, den Zugang einfach, leistbar und transparent zu gestalten!“ Ruprecht appelliert auch an den zuständigen Infrastrukturminister, endlich die nötigen Hebel in Bewegung zu setzen.
Die derzeitige Situation rund um das sogenannte „Stückelungsverbot“ führt dazu, dass selbst Besitzer zweier regionaler Klimatickets – für die Steiermark und Kärnten – die Koralmbahn nicht durchgehend nutzen können, ohne zusätzliche Kosten tragen zu müssen. „Das ist absurd und für die Bevölkerung schlicht nicht nachvollziehbar. Hier entsteht der Eindruck, als würde mitten in Österreich eine tarifliche Sonderzone existieren, die sich jeder Logik entzieht“, so Ruprecht.
Zweiter Landtagspräsident Werner Amon: „Mit der Koralmbahn ist ein Jahrhundertprojekt gelungen, das in den kommenden Jahren ein wesentlicher Treiber für Jobs in der Steiermark sein wird. Es kann nicht sein, dass es für Pendlerinnen und Pendler der Koralmbahn mit zwei regionaler Klimatickets – für die Steiermark und Kärnten – nicht möglich ist diese ohne Mehrkosten zu nutzen, um in die Arbeit zu kommen. Die ÖBB sind zu 100 % im Eigentum der Republik Österreich und werden auch aus Steuereinahmen finanziert. Hier ist die ÖBB gefordert eiligst eine Lösung für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler zu finden.“
Der Steirische ÖAAB fordert daher erneut:
- die Abschaffung des Stückelungsverbots
- die Möglichkeit, regionale Klimatickets bundesländerübergreifend ohne Zusatzkosten zu kombinieren,
- sowie ein eigenes Koralmbahn-Ticket für die gesamte Strecke.
„Unser Ziel ist es, das Jahrhundertprojekt Koralmbahn auch zu einem tariflichen Erfolgsprojekt zu machen“, so Ruprecht abschließend.
